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Mit dieser Methode lassen sich spezifische Tumore sichtbar machen, auf deren Oberfläche Somatostatin-Rezeptoren nachweisbar sind. Die Untersuchung dient auch zu einer evtl. Therapieplanung.
Somatostatin ist ein Hormon, dass in der Regulation des Verdauungstraktes durch die Sekretionshemmung vieler gastrointestinaler Hormone eine entscheidende Rolle spielt. Es wird hauptsächlich im Dünndarm und im endokrinen Pankreas (D-Zellen der Langerhans-Inseln) gebildet. Um seine Wirkung auszuprägen, muss es an entsprechende Somatostatin-Rezeptoren in den Zielorganen binden. Liegt eine bestimmte Art von Tumoren in diesen Organen vor („neuroendokrine Tumore“), ist die Dichte der Somatostatin-Rezeptoren in den Tumoren meistens erhöht. Diese Eigenschaft macht sich die Nuklearmedizin zunutze, indem sie durch Gabe eines Radiopharmakons, welches ebenfalls an die Somatostatin-Rezeptoren binden kann, den Tumor nachweisen kann. Bei dieser Substanz (Octreotide) handelt es sich also um einen sog. Somatostatin-Rezeptor-Agonisten, der mit dem radioaktiven Stoff (Indium 111) gekoppelt ist.
Die häufigste Indikation stellt der Verdacht auf ein Karzinoid dar, aber auch andere neuroendokrine Tumoren des Darms bzw. des Pankreas können festgestellt werden (z.B. Gastrinom, VIPom, Insulinom).
Zu Beginn wird eine geringe Menge des radioaktiven Stoffes in die Armvene injiziert. Aufnahmen mit der Kamera werden nach 4 und nach 24 Stunden angefertigt. Bei besonderen Fragestellungen ist eine weitere Aufnahme nach 48 Stunden notwendig.
Zusätzlich wird eine besonders genaue Schichtaufnahme von einzelnen Körperbereichen angefertigt, mit der man eine dreidimensionale Ansicht der Verteilung berechnen kann. (spect)