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Diagnostik

Nuklearmedizin

Herz-Szintigraphie

Mit der Szintigraphie des Herzens sind wir in der Lage, die Blutversorgung von lebendige (vitalen) Herzmuskelzellen sichtbar zu machen.

Dafür wird ein radiaoktives Teilchen an einen Träger gekoppelt (MIBI), der in die Herzmuskelzelle aufgenommen wird, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:

 

  1. der Träger muss mit dem Blutstrom zu der Zelle transportiert werden
  2. die Zelle muss lebendig (vital) sein, da der Träger aktiv von der Muskelzelle aufgenommen wird

Wenn eine der Bedingungen nicht erfüllt ist, wird der Träger nicht oder vermindert in der Muskelzelle gespeichert und bedingt ein geringeres radioaktives Signal an dieser Stelle der Herzmuskulatur. Nach der Aufnahme des Herzens mit der Gammakamera aus verschiedenen Blickwinkeln wird im Computer ein dreidimensionales Modell des Herzens errechnet und die Verteilung des Trägers in der Herzmuskulatur bildlich dargestellt.

Die Untersuchung findet an zwei verschiedenen Tagen statt, in Ausnahmefällen können beide Untersuchungsteile auch an einem Tag durchgeführt werden.

Untersuchungsablauf (erster Teil / Tag 1)

Für die Untersuchung des Herzens müssen die Patienten nüchtern kommen. Auch die Medikamente am Morgen sollten nicht eingenommen, aber mitgebracht werden. Nach einer kurzen Aufklärung über die Untersuchung wird eine Verweilkanüle in eine Vene (meist in der Ellenbeuge) gelegt für die spätere Injektion des radioaktiven Mittels. Um die Durchblutung des Herzens zu steigern, wird mit einem  Belastungs-EKG etwa über 7 Minuten begonnen. Dafür müssen die Patienten auf einem Fahrrad-Ergometer gegen individuell festgelegte Widerstände antreten. Dabei wird das EKG überwacht damit das Herz nicht überlastet werden kann. Gegen Ende der ca. 7 Minuten wird das radioaktive Mittel für die Hermuskeldarstellung gespritzt. Nun folgt eine Wartezeit von ca. einer halben Stunde, in der die Patienten etwas spazieren gehen sollen und ein Käsebrötchen essen sowie etwas Kaffee trinken sollen. Nach der halben Stunde  werden die Aufnahmen des Herzens angefertigt. Für diese Aufnahmen müssen die Patienten etwa eine halbe Stunde auf dem Bauch liegen und die Kamera fährt in kleinen Schritten um den Brustkorb herum.

Anschließend werden die ermittelten Daten im Computer verarbeitet und von dem Arzt angesehen. Falls keine Auffälligkeiten zu finden sind, ist die Untersuchung abgeschlossen und ein Untersuchungsbericht wird erstellt. Bei fehlender Aufnahme des radioaktiven Mittels in Teilen des Herzmuskels handelt es sich entweder um eine Durchblutungsstörung oder eine Vernarbung z.B. nach einem früheren Herzinfarkt. Um eine Unterscheidung zwischen diesen beiden Ursachen möglich zu machen, ist dann ein zweiter Untersuchungstag notwendig.

Untersuchungsablauf (2. Teil / Ruheuntersuchung)

An diesem zweiten Untersuchungstag soll die Durchblutung des Herzmuskels ohne eine körperlich Belastung und unter optimalen Bedinungen ermittelt werden. Alle Medikamente sollten eingenommen worden sein. Der Ablauf der Untersuchung entspricht dem ersten Untersuchungsteil, allerdings ohne die körperliche Belastung mittels Fahrradergometer.

Im Anschluss werden die Daten beider Untersuchungen miteinander verglichen. Hierbei zeigt eine Vernarbung aufgrund eines älteren Herzinfarktes keine Änderung in der Aufnahme des radioaktiven Stoffes. Eine typische Durchblutungsstörung der Herzmuskulatur ist an einer verbesserten Aufnahme des radioaktiven Stoffes im Vergleich zu dem ersten Untersuchungstag zu erkennen. Die Ergebnisse werden dann ausführlich mit dem Patienten besprochen und ein Bericht sowie die Befundbilder mitgegeben.

 

Der untere Film zeigt die linke Herzkammer während des Pumpvorganges. In dieser Filmdarstellung lassen sich Bewegungsstörungen des Herzmuskels besonders gut sichtbar machen. Hiebei handelt es sich um ein gesundes Herz.

Herz-Szintigraphie gibt es an folgenden Standorten

 

 

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